Dritter Sieg in Folge, Überraschung gelungen: Am 9. Spieltag der spusu-LIGA-Hauptrunde konnte Sparkasse Schwaz Handball Tirol Vizemeister ALPLA HC Hard in dessen eigener Halle düpieren und entführte beim 26:27 (11:17) am Freitagabend beide Punkte aus dem Ländle.

Zum zweiten Mal erst überhaupt konnte Sparkasse Schwaz Handball Tirol einen vollen Erfolg beim ALPLA HC Hard verbuchen – und dann gelang das gleich zweimal in einem Kalenderjahr. Nach dem Auswärtssieg im ersten Match des Viertelfinales der vergangenen Saison stürmten die Tiroler nun auch zum Abschluss der Hinserie in der spusu-LIGA-Hauptrunde die Sporthalle am See. Das 26:27 bedeutete den dritten HT-Triumph in Serie, damit ist die Truppe von Frank Bergemann wieder auf Tuchfühlung mit den Top-Fünf der Liga.

Den Grundstein legte Handball Tirol in der ersten Halbzeit, die aus Sicht der Gäste nicht besser hätte verlaufen können. Nach sechs Minuten stand es noch 4:4, danach stellten die Adler allerdings auf 4:7 (10.); Petar Medic erzielte in der 17. Minute das 5:10 für entfesselte Tiroler, die von einem überragenden Jost Perovsek im Gehäuse und einer sattelfesten Abwehr profitierten. Kapitän Alexander Wanitschek gelang in Minute 25 bereits das 7:14, die Europacup-Helden des ALPLA HC Hard, die vor kurzem noch gegen das dänische Top-Team Hard überraschten, wurden selbst eiskalt erwischt. Beim Pausenstand von 11:17 rieb sich wohl manch einer der Fans in der Harder Heimstätte verwundert die Augen.

Doch die zweite Halbzeit sollte doch noch zum Nervenspiel werden. Schon nach 36 Minuten verlor Sparkasse Schwaz Handball Tirol seinen Abwehrrecken Balthasar Huber nach der dritten Zeitstrafe, wenig später war auch Alexander Pyhskin doppelt vorbelastet. Und Armin Hochleitner schied Mitte der zweiten Hälfte verletzt aus. Hard kam zurück, wollte das dritte Spiel binnen einer Woche für sich entscheiden – dafür starteten die roten Teufel eine Aufholjagd, Handball Tirol wurde sukzessive nervöser. In Minute 45 scorte Ivan Horvat den Ausgleich zum 21:21, eine heiße Schlussphase begann. Den Adlern gelang es nun, wieder etwas mehr Ruhe reinzubringen, die Angriffe konzentrierter und konsequenter zu Ende zu spielen. Petar Medic traf vier Minuten vor Schluss zum 25:25, Sebastian Spendier und Michael Miskovez machten den Deckel drauf. Ivan Horvat verkürzte zwar nochmals, aber der Rest war Tiroler Jubel im Ländle.

 

Stimme:

Frank Bergemann (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Wir haben eine immens starke erste Halbzeit hingelegt, mit einem überragenden Jost Perovsek im Tor und einer super Deckungsleistung. Damit konnten wir die Basis für den Erfolg legen. Aber die Harder haben es mit all ihrer Routine geschafft, wieder Hektik in unser Spiel zu bringen und sich zurückzukämpfen. Wir haben dann nicht mehr so geduldig gespielt, haben zudem Balthi Huber nach der dritten Zeitstrafe früh verloren, Armin Hochleitner musste aufgrund einer Knieblessur ausgewechselt werden. Es hat gedauert, bis wir wieder reingefunden haben. Aber die Ruhe kam zurück, wir haben es gegen Ende geschafft, wieder mehr auf unsere Chance zu warten. Der Kampfgeist war grandios – schön, dass er auch belohnt wurde.“

 

Infos:

ALPLA HC Hard vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol

Ergebnis: 26:27 (11:17)

Tore HT: Wanitschek (7), Medic (4), Spendier (4), Wöss (4), Miskovez (3), Hochleitner (2), Lochner (2), Wilfling (1)

Beste Torschützen Hard: Horvat (6), Zivkovic (6), Raschle (5), Poklar (4)

Schiedsrichter: Posch/Stangl

 

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ERGEBNIS U20: HC Hard vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol 23:27

Bei den Alterskollegen des HC Hard fuhr das U20-Team von Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Freitag den sechsten Saisonsieg ein, setzte sich in der 9. Runde mit 23:27 durch. Damit rückte die Mannschaft von Valdis Labanovskis vorübergehend sogar auf Platz zwei vor. Beim Tabellenfünften lieferte sich HT ein zunächst enges Match, das man ab Mitte der ersten Halbzeit kontrollieren konnte. Zur Pause lagen die Gäste mit 11:14 voran. Die zweite Hälfte gestalteten die Tiroler Youngsters rund um Topscorer Thomas Wörgötter (8 Treffer) dann deutlich souveräner, der Sieg geriet bei bis zu sieben Toren Differenz nie in Gefahr. 

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