Die Osthalle ist zurück – und damit auch das Siegergen: Am 8. Spieltag der spusu-LIGA-Hauptrunde holte sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol den zweiten Erfolg in Serie, bezwang den HC LINZ AG im LAOLA1.TV-Livespiel am Freitagabend mit 30:26 (16:14).

Es war ein weiter, steiniger Weg bis zum zweiten Heimsieg in Serie für Sparkasse Schwaz Handball Tirol – doch die Adler meisterten die Hürde HC LINZ AG angesichts der angespannten Personalsituation letztlich mit Bravour. So fehlten die verletzten Sebastian Feichtinger und Johannes Demmerer (Jochbeinbruch), Alexander Pyshkin, der unter der Woche krankheitsbedingt kaum trainieren konnte, wurde nicht eingesetzt, Richard Wöss (Hüfte) biss auf die Zähne. Dafür feierte Defensivspezialist Balthasar Huber sein Comeback. Die Linzer mussten u.a. Kapitän Dominik Ascherbauer vorgeben.

Die Gäste verbuchten einen guten Auftakt, führten durch Matej Sarajlic nach rund drei Minuten mit 1:3, kurz darauf stand es 2:4. Handball Tirol brauchte ein paar Minuten, um sich so richtig warmzulaufen, war dann aber voll drin in der Partie. Armin Hochleitner erzielte das 4:4 (7.), ein lupenreiner Hattrick von Sebastian Spendier bedeutete das 7:5 – und Richard Wöss legte das 8:5 nach (12.). Nach einer Viertelstunde traf Dario Lochner zum 10:6, Richie Wöss, seit Donnerstag 33 Jahre jung, erhöhte in der 20. Minute auf 12:7. Die Hausherren wähnten sich auf Kurs, doch der HC LINZ AG blieb der erwartet unangenehme Gegner, der nun wieder vermehrt Nadelstiche setzen konnte. Die Tiroler wurden fehleranfälliger, vergaben ihre Chancen, sich bis zur Pause klar abzusetzen. Die Oberösterreicher hingegen agierten nun offensiv deutlich zielstrebiger und rührten hinten Beton an.

Die Aufholjagd mündete noch vor der Halbzeit im Ausgleich durch Neuzugang Goran Krstevski, in Minute 24 leuchtete plötzlich ein 12:12 von der Anzeigetafel. Binnen weniger Minuten machte Sparkasse Schwaz HT daraus jedoch ein 15:12, darunter ein Zauber-Rückhandtor von Richie Wöss (HIER KLICKEN) – eine Hälfte voller Wellentäler ging mit 16:14 zu Ende. Und es sollte nach dem Wechsel in ähnlicher Tonart weitergehen. Krstevski und Kislinger sorgten für das rasche 16:16 (33.), nun entwickelte sich zunächst eine ähnlich enge Begegnung wie eine Woche zuvor gegen Meister Krems. In Minute 43 egalisierte Linz zum 21:21, mit dem 23:21 bzw. 24:22 konnten sich die Tiroler Adler etwas Luft verschaffen. Antonio Juric verkürzte für die Stahlstädter auf 24:23; danach stellte Handball Tirol – vor allem auch dank vieler Paraden von Keeper Jost Perovsek – auf 27:23 und war damit endgültig auf Siegeskurs. Schließlich trennten die beiden Kontrahenten doch noch vier Treffer.

 

Stimmen:

Frank Bergemann (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Wenn wir den Ball laufen lassen, sind wir sehr stark und im Angriff schwer zu stoppen. Probleme haben wir einmal mehr bekommen, als wir wieder mit dem Kopf durch die Wand wollten; Dinge versucht haben, die einfach nicht klappen können. Dadurch haben wir uns selbst in Schwierigkeiten gebracht, nachdem wir Mitte der ersten Hälfte sehr gut unterwegs waren. Das Spiel war in der zweiten Halbzeit kurz davor zu kippen – aber mit einer in dieser wichtigen Phase sehr guten Deckungs- und Torhüterleistung konnten wir das verhindern. Die beiden Punkte tun angesichts der Personalsituation sehr gut, wir hatten weniger Optionen. Petar Medic kommt immer besser in Fahrt, Sebastian Spendier hat stark Regie geführt. Wir haben die Ausfälle heute erneut als Mannschaft aufgefangen.“

Richard Wöss (Spieler Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Es tut gut, in unserer richtigen Heimstätte trainieren und spielen zu können, das merkt man. Von Woche zu Woche greifen die Rädchen immer besser ineinander, wir wachsen immer besser zusammen. Natürlich gibt es noch viel Luft nach oben, das wissen wir genau. So ein Spiel könnten wir auch schon früher entscheiden. Aber wir haben die Ausfälle super kompensiert, präsentieren uns immer mehr als Einheit.“

Antonio Juric (Spieler HC LINZ AG): „Es ist sehr schade, wir waren erneut rund 50 Minuten auf Kurs in Richtung Punktgewinn, haben voll mitgehalten. Und dann geben wir das leichtfertig aus der Hand. Auch weil uns die Wechselmöglichkeiten gefehlt haben, genau deshalb halten wir das nur schwer über 60 Minuten durch. Aber es war eine gute Partie von uns, leider ohne Zählbares.“

 

LAOLA1.TV-TOPVIDEOS ZUM MATCH

Wöss mit einem Kandidaten zum Tor des Jahres

Sarajlic knallt den Ball in den Winkel

Perovsek mit der Höchststrafe für Linz 

Die schönsten Tiroler Hüttn zusammengefasst

 

Infos:

Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. HC LINZ AG

Ergebnis: 30:26 (16:14)

Zuschauer: 500, Osthalle Schwaz

Tore HT: Spendier (9), Wöss (8), Medic (5), Hochleitner (4), Lochner (3), Wanitschek (1)

Beste Torschützen Linz: Kosteski (10), Kislinger (7), Juric (4)

Men of the Match: Jost Perovsek (HT) bzw. Antonio Juric (Linz)

Schiedsrichter: Hofer/Schmidhuber

 

Weiterführende Links:

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ERGEBNIS U20: Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. HC Linz 23:23

In einem spannenden Schlagabtausch trennten sich die U20-Mannschaften von Sparkasse Schwaz Handball Tirol und dem HC Linz mit einem letztlich gerechten 23:23-Remis. Damit bleiben die beiden Verfolger des Spitzenduos ex aequo (jeweils 11 Punkte) auf den Rängen drei und vier, die Tiroler weisen aber die deutlich bessere Tordifferenz auf. Das Match verlief fast durchwegs offen, wobei die Gastgeber allerdings in Hälfte eins aus einem 6:8 (15.) ein 11:8 machten (27.) – zur Pause lagen sie mit 12:9 voran. Kurzzeitig führten die HT-Youngsters zu Beginn der zweiten Halbzeit mit vier Treffern, danach kam Linz jedoch sukzessive heran. In der 49. Minute glückte den Oberösterreichern der Ausgleich zum 18:18, eine packende Schlussphase begann. Mehr als ein Tor lag nun nie mehr zwischen den Teams, am Ende konnten beide Seiten mit dem Punkt leben.

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