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Sparkasse Schwaz Handball Tirol und Union JURI Leoben lieferten sich am 9. Spieltag des Unteren HLA-Playoffs einen Krimi, an dessen Ende die Gastgeber ihr famose Heimserie ausbauen konnten. Der Tabellenführer setzte sich hauchdünn mit 26:25 durch, verlor aber seinen Abwehrchef.

Es war spannend bis zum Ende, hart geführt, mit zwei Teams, die über 60 Minuten 100 Prozent und vielleicht sogar mehr gaben – das Match im Unteren HLA-Playoff zwischen Sparkasse Schwaz Handball und Union JURI Leoben hatte alles zu bieten. Dank des 26:25-Erfolges beendet Sparkasse Schwaz Handball Tirol die reguläre Saison in der Osthalle ungeschlagen. Überschattet wurde der Heimtriumph allerdings von einer Knieverletzung von Abwehrchef Balthasar Huber – ob er im Viertelfinale gegen Bregenz wieder zur Verfügung steht, wird sich in den nächsten Tagen weisen.

Handball Tirol startete überfallsartig, Michael Nicolaisen traf in der fünften Minute schon zum 4:1. Die Gäste aus Leoben, die unbedingt einen Sieg brauchten, nahmen ein frühes Timeout. Zunächst half diese Maßnahme wenig, denn die Schwazer hatten die Partie vorerst im Griff. Nach zehn Minuten hieß es 7:3, der starke Kreisläufer Dario Lochner erzielte in Minute 18 das 11:6. Erst danach gelang es Leoben, den Spielfluss der Tiroler zu brechen. Das Team um den zukünftigen Handball-Tirol-Spieler Sebastian Spendier kämpfte sich heran und nutzte zwei Zeitstrafen der Gastgeber.

Stefan Salbrechter gelang das Kunststück, dreimal in Folge aus der eigenen Hälfte in das verwaiste Schwazer Tor zu treffen – Union Leoben führte plötzlich mit 12:14. Doch die Alonso-Sieben fing sich schnell und stellte bis zur Pause auf 15:14. Die zweite Halbzeit geriet dann erst so richtig zum Krimi, nun ließen sich die Steirer nicht mehr abschütteln. Es folgte zudem der Schockmoment mit der Verletzung von Balthi Huber. Die Tiroler mussten diesen Ausfall in der Schlussphase kompensieren, stemmten sich gegen den Punktverlust in eigener Halle. Leoben kämpfte um die letzte Chance, den Abstiegsspielen gegen Bruck aus dem Weg zu gehen. Vier Minuten vor dem Ende lagen die Gäste 24:25 voran, Hleb Harbuz antwortete mit einem Doppelpack. Im finalen Angriff versagten Leoben die Nerven.

 

Stimmen:

Raúl Alonso (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Wir sind sehr froh, dass die Heimserie gehalten hat. Die Osthalle war in der regulären Saison eine Festung, das ist ein schöner Erfolg. Jetzt möchten wir auch noch das Playoff ungeschlagen überstehen und nächste Woche zum Abschluss in Ferlach eine gute Partie zeigen. Wir hoffen natürlich, dass uns Balthi Huber gegen Bregenz wieder zur Verfügung steht, sein Ausfall wäre nun sehr bitter. Heute haben wir uns mit Leoben einen packenden Fight geliefert, unser Gegner hat alles gegeben. Wir haben eine gute Deckungsleistung gezeigt, vorne und hinten gewechselt und einige Varianten probiert. Der Auftritt meiner Mannschaft war sehr gut, nun sind wir bereit für Bregenz. Wir haben sicher eine gute Chance, wenn wir unsere Leistung abliefern.“

Romas Magelinskas (Trainer Union JURI Leoben): „Das ist sehr bitter, wir hätten zumindest den einen Punkt verdient gehabt. Ich möchte meine Mannschaft für den couragierten Auftritt loben, sie kann sich nichts vorwerfen. Nur am Ende waren wir nicht clever genug, sonst hätten wir das Remis geholt. Damit sind die Chancen aufs Viertelfinale nur mehr theoretisch, wir müssen uns auf die Duelle gegen Bruck einstellen.“

 

Infos:

Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. Union JURI Leoben

Ergebnis: 26:25 (15:14)

Zuschauer: 500, Osthalle Schwaz

Tore HT: Wanitschek (7), Harbuz (4), Lochner (4), Nicolaisen (4), Prakapenia (4), Huber (2), Kandolf (1)

Beste Torschützen Leoben: Djukic (8), Kuhn (4), Salbrechter (5), Wulz (4)

Men of the Match: Balthasar Huber (HT) bzw. Damir Djukic (Leoben)

Schiedsrichter: Lajko/Seidler

 

Weiterführende Links:

Spielbericht

Union Leoben

Tabelle

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